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Wann wurde der Kindertag gefeiert ?

Der INTERNATIONALE KINDERTAG wurde in der DDR im Jahre 1950 eingeführt. Er war fortan ein herausragendes jährliches Ereignis im Leben der Kinder. Es gab Veranstaltungen mit Gratulationen und Geschenken von den Eltern und Erziehern. In den Schulen und Kindereinrichtungen wurde der Tag mit Umzügen und Programmen gestaltet. Lieder wie "Kleine weiße Friedenstaube" erinnerten an den Charakter des Festes für Kinderrechte. Auch in anderen osteuropäischen Ländern wird der INTERNATIONALE KINDERTAG alljährlich am 1. Juni gefeiert.

 

Nach 1990 wird der 20. September als WELTKINDERTAG begangen. In Ostdeutschland wird der 1. Juni aber nach wie vor festlich begangen. Besonders deutlich wird dies in ehemals geteilten Berlin. Dort werden weiterhin INTERNATIONALER KINDERTAG und WELTKINDERTAG gefeiert. 

 

Wie bereiteten sich die Jugendlichen auf das II. Deutschlandtreffen vor ? 

Bis zum 10. Mai hatten bereits über 700 000 Jugendliche aus der DDR, Westberlin und Westdeutschland ihre Teilnahme zum II. Deutschlandtreffen zugesagt. Die Jugendlichen der DDR in der Stadt und auf dem Lande wetteifern für ein gutes Gelingen des Deutschlandtreffens. Stolz berichtete ein Jugendlicher aus dem Mansfeldkombinat „Wilhelm Pieck" den Pressevertretern, daß sich die zehn Jugendbrigaden des „Ernst-Thälmann- Schachtes" verpflichtet haben, den Halbjahresplan bis zum II. Deutschlandtreffen zu erfüllen und fünf Brigaden dieses Ziel bereits am 5. Mai erreichten.

Der Vorsitzende der FDJ, Erich Honecker, betonte, daß das II. Deutschlandtreffen eine grandiose Willensäußerung der gesamten deutschen Jugend für Frieden und demokratische Einheit sein wird und deshalb große nationale Bedeutung hat. Die aktive Teilnahme der Jugend am Kampf um die Sicherung einer friedlichen Zukunft des deutschen Volkes sei zugleich ein großer Beitrag für die Herstellung der Einheit Deutschlands auf demokratischer Grundlage.

 

Wie sollte die Annäherung beider Teile Deutschlands nach Ansicht der DDR funktionieren ? 

 Es besteht kein Zweifel, daß nach dem Inkrafttreten der Pariser Verträge in Deutschland selbst solche Bedingungen geschaffen werden müssen, die eine Verständigung der vier Mächte über die friedliche Lösung der deutscher* Frage möglich machen. Es ist also notwendig, die Annäherung beider Teile Deutschlands herbeizuführen, indem der Einfluß der Militaristen zurückgedrängt wird. Wir schlagen allen friedliebenden und demokratischen Kräften in ganz Deutschland vor, sich zusammenzuschließen und eine große Volksbewegung auf folgender Grundlage zu entfalten:

1. Für die Verständigung der Mächte über die Abrüstung, das Verbot der Atombomben und anderer Massenvernichtungsmittel.

2: Einstellung jedweder Kriegspropaganda und Rassenhetze in Presse, Literatur, Rundfunk und in den Schulen.

3. Normalisierung der Lage in Berlin durch Schließung der Agenten- und Spionagezentralen in Westberlin, Verbot der faschistischen Bärendivision sowie des Auftretens von Soldatenverbänden der Hitlerwehrmacht in Westberlin.

4. Förderung der Wiedervereini» gung Deutschlands als demokratischer Staat durch die Forderung auf Abzug der Besatzungstruppen, Beseitigung der Militärstützpunkte und Vorbereitung eines Friedensvertrages für ein bündnisfreies Deutschland, dessen Territorium durch einen Vertrag über kollektive Sicherheit garantiert wird.

5. Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Westdeutschland und der Deutschen Demokratischen Republik.

6. Entfernung der faschistischen Kriegsverbrecher, insbesondere aller SS-Leute, aus dem Staats und Polizeiapparat Westdeutschlands.

7. Zusammenarbeit und Delegationsaustausch der Betriebsbelegschaften, Gewerkschaften, der Frauen- und Jugendorganisationen Westdeutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik.

8. Zusammenarbeit aller Jugendorganisationen für die schrittweise Durchführung der auf dem Gesamtdeutschen Jugendkongreß beschlossenen Grundrechte der jungen Generation. Wiederherstellung der freien Betätigung für die Freie Deutsche Jugend in Westdeutschland.

9. Zusammenarbeit zwischen den Sportvereinen und Sportvereinigungen zur Förderung des gesamtdeutschen Sportverkehrs.

10. Zusammenarbeit zwischen den Institutionen auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet, den wissenschaftlichen Fachverbänden, den Verbänden der Künstler und anderen Kulturschaffenden zur Pflege des humanistischen deutschen Kulturerbes und der Entwicklung der deutschen Kultur.

 

Was erzählt der Film "Heißer Sommer" ? 

Es war ein witziger und zugleich romantischer Film in dem es aber auch Ärger gab, als eine Junge-Herrentruppe beim Campen auf Rügen auf eine ebenso junge Damentruppe traf.

 

Natürlich vollkommen unabhängig voneinander trampen diese zwei Gruppen von Oberschülern in den Sommerferien an die Ostsee. Schließlich kommen sie sich auf der Autobahn in die Quere. Zwischen den elf Mädchen aus Leipzig und den zehn Jungen aus Karl-Marx-Stadt entsteht ein Wettstreit, wer es zuerst bis zur Ostsee schafft. Natürlich sind die Mädchen beim Trampen im Vorteil. An der See trifft man sich wieder. Die Jungen sind auf Vergeltung aus und rächen sich an den Mädchen. Der Spaß ist größer als der Ärger und man kommt sich näher. Stupsi, die die Reise ihrer Gruppe organisierte, hat ein Auge auf Kai geworfen. Der jedoch ist hinter der flotten Brit her und kommt deshalb mit Wolf ins Gehege. 

 

 

Wer schrieb das Buch "Märzstürme" ? 

Der Bergarbeitersohn Otto Grotsche aus dem Mansfelder Revier war Kommunist, Funktionär und Schriftsteller. Er hatte den Beruf eines Klempners erlernt. Bereits im Jahr 1918 stieß er zur zur KPD. Er war an den Aufständen selbst an vorderster Front beteiligt und wurde deshalb auch mehrmals inhaftiert. 1926 siedelte Otto Gotsche nach Harburg bei Hamburg über und begann als Arbeiterkorrespondent Reportagen und Kurzgeschichten zu schreiben. In dieser Zeit entstand auch sein autobiographischer Roman "Märzstürme", eine Verarbeitung seiner Kampferlebnisse in den frühen Jahren der Weimarer Republik. Er schloß sich dem "Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" an, dem unter anderen Schriftsteller wie Hans Lorbeer Erich Weinert oder Johannes R. Becher angehörten.

Die Nazizeit hatte Otto Gotsche, im Widerstand überlebt, In der DDR wurde er Sekretär von Walter Ulbricht und Mitglied des ZK der SED.  Er schrieb "Tiefe Furchen" und die Geschichte über die Bodenreform in der DDR, "Unser kleiner Trompeter", die Geschichte über den Rotfrontkämpfer u.a..

Wer empfahl den Internationalen Kindertag ?

Der Internationale Kindertag wurde vom Weltkinderhilfswerk der Vereinten Nationen empfpohlen. Der Termin 1. Juni ist den unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklungen in Deutschland geschuldet, denn in der DDR wurde bereits 1950 das Datum zum "Internationalen Kindertag" festgelegt. 

Erst im September 1954 wurde durch die Vereinten Nationen der Weltkindertag ins Leben gerufen. Die Etablierung eines solchen Tages hatte zum Ziel auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen und sich für diese einzusetzen. Diesem Aufruf folgten bis heute 145 Mitgliedstaaten. Einen international einheitlichen Termin zur Durchführung gibt es nicht, jeder Staat entscheidet hierüber eingeständig. In der BRD wird der Weltkindertag am 20. September gefeiert.

Die Kinder in Deutschland kommen somit zwei Mal im Jahr in den Genuss eines Kindertages.

Wer oder was war FRÖSI ?

FRÖSI war "das Pioniermagazin für Mädchen und Jungen".  Es war zugleich wohl die beliebteste Kinderzeitschriften in der DDR. Fast jeder DDR-Bürger im Kindesalter las FRÖSI.


Die Mitarbeiter von FRÖSI verstanden es, das Heft kreativ und interessant, originell und individuell zu gestalten. Das betrifft nicht nur die Fülle der Fakten, sondern ganz besonders die Art der Aufbereitung. Besonderes ist auf den sonst nicht so verbreiteten Einsatz von Comics und Bildgeschichten hinzuweisen! Das hat den Lesern gefallen, das ist ihnen in Erinnerung geblieben.

FRÖSI erschien monatlich und war stets nach kurzer Zeit vergriffen. Die Zeitschrift wurde ausschließlich über den Postzeitungsvertrieb vertrieben, war also an allen Zeitungskiosken und im Abonnement zu haben.

 

FRÖSIs Erscheinungsbild wurde von seinen Figuren geprägt,
die allen FRÖSI-Fans in bleibendeErinnerung sind!
.

Zu den ältesten, aber bis zum Ende präsent, gehören:
Mäxchen und Tüte (von Richard Hambach)

In Bildgeschichten, Versen und Erzählungen wurden beispielhaftes Verhalten und positive Vorbilder vermittelt, es ging um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, ebenTugenden Mäxchen war stets die Verkörperung des Guten, während Tüte der ewige Tunichtgut war und dafür innig geliebt wurde.

 

Ali und Archibald, Käptn´Lütt und Koko  (von Horst Alisch)
standen für Witz, Spaß und gute Laune, während Emmy
zum Maskottchen der FRÖSI-Sekundärrohstoff-Sammel-
Aktionen wurde und bald DDR-weit die tristen Annahmestellen des Altwarenhandels schmückte.


Otto und Alwin ( von Jürgen Günther) 

entwickelten sich zu echten Comic-Helden, führten die Leser kreuz und quer durchs Land und erschienen bald als (auch heute noch begehrte) Kaugummi-Sammelbildchen.

Anhand der Figur Kundi
 wurden Grundsätze der Hygiene,
Gesundheit und Prophylaxe den Lesern nahe gebracht.

Korbine Früchtchen war bereits in den 50er Jahren in der FRÖSI zu sehen. Sie, beschäftigte sich mit Natur und Umwelt.

Atomino und Smeraldina (von Marcello Argilli und Venicio Berti) 
waren die Helden einer über lange Jahre laufenden Comicserie
in der FRÖSI und sind heute, nicht nur unter Sammlern, wahre Kult.

FRÖSI war nicht nur als Zeitschrift präsent - stets bemühten sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, vor allem aber die Redakteure und Grafiker mit ihren Lesern in Kontakt zu kommen.
Bei Presse- und Volksfesten durfte ein FRÖSI - Stand mit
besonderen Überraschungen bzw. aktuellen Editionen nicht fehlen.

FRÖSI war keine Pflichtlektüre, wurde aber von vielen Lehrern empfohlen, weil viele Themen sehr anschaulich dargestellt wurden.

 

Welche Geschichte erzählt das Buch "Märzstürme" ?

 

Bergarbeiterjungen aus dem Mansfeldischen gründen im letzten Kriegssommer 1918 eine Gruppe des Spartakusbundes. Der Hunger, die harte Arbeit, das Schicksal ihrer Väter und Brüder an der Front haben sie reifer gemacht, als ihren Jahren zukäme. Auch die kaiserliche Polizei lernt die Jungen wie Erwachsene respektieren, als eines Morgens Plakate des Spartakusbundes von allen Mauern der Stadt schreien: Nieder mit dem Krieg!  

 

Begeistert erleben sie die Novemberrevolution mit: Kommt nun die Zeit, wo den Arbeitern selbst gehört, was ihre Hände schaffen? Nein, der Kampf fängt erst an. Der sozialdemokratische Gewerkschaftssekretär würgt den Lohnstreik der Kumpel ab, und der sozialdemokratische Minister läßt auf Arbeiter schießen. Und in den eigenen Reihen der jungen Kampfpartei, der KPD, stiften Wirrköpfe und Provokateure Unheil und Unklarheit. Doch in dem Maße, wie es der Partei gelingt, sich von den Schlacken zu reinigen, wächst auch ihre Kraft. Bald hat sie die Mehrzahl der Kumpel hinter sich. Die Herren des Kupferkonzerns fürchten für ihren Profit. Sie winken, und im März 1921 läßt der sozialdemokratische Oberpräsident Hörsing das Bergbaugebiet durch Polizeitruppen "befrieden". Damit treibt er die Arbeiter in den Aufstand. An der Seite der älteren Genossen stehen auch die kaum herangewachsenen Jungen ihren Mann. Heldenhaft führen die Arbeiter den aufgezwungenen Kampf; die erdrückende Übermacht nur schlägt ihnen die Waffe aus der Hand. Viele von den Besten fallen oder werden eingekerkert, aber die Partei lebt und ruft: Vorwärts zu neuen Kämpfen!      

 

Gab es tatsächlich einen Kartoffelkäfer-angriff durch US-Truppen ? 

Im Juli 1950 brachte der Gerhart Eisler (verantwortlich für die Lenkung der Presse und des Rundfunks in der DDR), eine Broschüre heraus, in der behauptet wurde, die Amerikaner hätten Kartoffelkäfer über der DDR abgeworfen, um die Kartoffelversorgung der DDR zu stören. Auf dem Umschlag kriechen blauweiß-rote Kartoffelkäfer auf grünen Bahnen nach Osten, wo sie auf eine Schranke stoßen: "Halt, Amikäfer!" lautet die Beschriftung. Bereits in der NS-Zeit hatte es schon Gerüchte über den angeblichen Abwurf von "Ami-Käfern" gegeben, woran sich viele noch erinnerten. Amerikanische Stellen verlangten von Bonn Gegenmaßnahmen. So beschloss die BRD den Postversand an sämtliche Räte der Gemeinden der DDR und den Ballonabwurf von Kartoffelkäferattrappen aus Pappe mit einem aufgedruckten „F“ für „Freiheit“. Auch der Kreml bediente sich des Kartoffelkäfers. Dazu schrieb „DIE ZEIT“ am 13. Juni 1950:

„Der Kreml hat ein neues Requisit auf die Bühne des Kalten Krieges geschoben: den Kartoffelkäfer. Der Schädling des Kartoffelanbaues, der nach dem ersten Weltkrieg von Amerikanern in Europa eingeschleppt wurde – das steht in den Nachschlagwerken – ist zum Schädling der Fünfjahrespläne avanciert, der nach dem zweiten Weltkrieg von amerikanischen Flugzeugen über dem kommunistischen Europa abgeworfen wurde – das steht in allen kommunistischen Zeitungen. Moskau hat wieder einmal zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Es kann seine Untergebenen beruhigt hungern lassen, schuld ist ja nicht die bolschewistische Wirtschaft, schuld sind ‘die sechsbeinigen Botschafter von Wallstreet’ (…). Schon wird gemeldet, daß alle sowjetischen Infanterie-Divisionen der Besatzungsarmee mit Flakeinheiten ausgerüstet werden. Auf den Streichholzschachteln der Tschechoslowakei prangt als Symbol der imperialistischen Kapitalisten ein fetter Kartoffelkäfer, und unter der Parole ‘Abwehraktion gegen die amerikanischen Kartoffelflieger’ wird von der Segelflug-FDJ in der Sowjetunion die ‘Vorbereitung auf die kommenden großen Aufgaben des Motorfluges’ propagiert. Das sind, bei aller Groteske, gefährliche Töne.“

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