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Wer war Direktor des Tierpark in Berlin ? 

Aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges schufen Dr. Dr. Dathe und seine Mitarbeiter 1955 den Tierpark Berlin und das trotz der politisch und wirtschaftlich schwierigen Situation der geteilten Stadt. Allein im Eröffnungsjahr kamen 600tausend Besucher. Für Dathe war das eine große Bestätigung. Aber noch mehr zählte für ihn das internationale Ansehen und die wissenschaftliche Relevanz. 

Jeden Sonntagmorgen hieß es im Berliner Rundfunk: "Im Tierpark belauscht". Noch 1990 war diese Sendung die Nummer Eins in der Publikumsgunst. Im Fernsehen der DDR war er mit seiner Sendung "Tierparkteletreff" sehr beliebt.Jeden Sonntagmorgen hieß es im Berliner Rundfunk: "Im Tierpark belauscht". Noch 1990 war diese Sendung die Nummer Eins in der Publikumsgunst. Im Fernsehen der DDR war er mit seiner Sendung "Tierparkteletreff" sehr beliebt.

 

Heinrich Dathe wurde am 7. November 1910 im vogtländischen Reichenbach geboren. Noch in seinen Jugendjahren siedelte die Familie nach Leipzig um. Hier legte er 1926 sein Abitur ab und begann mit dem Studium der Zoologie, Botanik und Geologie. Bei Prof. Karl Max Schneider, seinem lebenslangen Vorbild, erhielt er eine Assistentenstelle im Zoologischen Garten Leipzig. Nach seiner Doktorarbeit "Über den Bau des männlichen Kopulationsorgans beim Meerschweinchen" trat Heinrich Dathe 1944 die Stelle des stellvertretenden Direktors am Zoo Leipzig an.

Nach der Teilung Deutschlands hatte die DDR drei renommierte Tierparks vorzuweisen: Halle, Dresden und Leipzig. Da der Leipziger Tierpark der bedeutendste war, erhielt Dathe den Auftrag beim Aufbau des Berliner Tierparks helfen.

Familie Dathe zog mit den drei Kindern auf das neue Zoogelände in Berlin. Es war der Schlosspark in Friedrichsfelde. Der damalige Zooverein hatte große Pläne: "Es handelt sich darum, für die Werktätigen, namentlich für die in den östlichen und nördlichen Teilen Berlins wohnhafte Arbeiterbevölkerung, einen Tierpark zu erstellen, der volkstümlich gehalten allgemein beliebte und sehenswerte Tiere gegen ein möglichst geringes Eintrittsgeld zeigen soll." 

Es war eine große Herausforderung, einen neu zu gründenden Tierpark zu führen. Es gab kaum Gelder, fachlich kompetente Mitarbeiter waren rar, das Berufsbild Zootierpfleger hatte sich noch nicht etabliert. Dathe selbst stellte den weltweit ersten Lehrling der Zootierpflege ein. In den Anfangsjahren des Tierparks herrschte eine nahezu familiäre Atmosphäre. Es gab viele tatkräftige Helfer. Mit Dathes sanfter und gleichsam dominanter Art wusste er die Menschen für seine Ziele zu begeistern. Zur Eröffnung im Jahr 1955 beherbergte der Tierpark 400 Tiere. 

Es war seine Idee eine dauerhafte Sendung zu etablieren. Und tatsächlich strahlte bald darauf der Berliner Rundfunk jeden Sonntag die Sendung "Im Tierpark belauscht" aus. 1.774 Gespräche zwischen Reporterin Rohn und Prof. Dr. Dr. Dathe entstanden in 36 Jahren und wurden zu einer der beliebtesten Rundfunksendungen der DDR. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich der Zoodirektor mit seinen kompetent erzählten Geschichten über Tierarten, Artenschutz und zoologische Forschung zu einem Medienstar. Zuschriften aus Ost und West erreichten regelmäßig die Redaktion, Dathe stand im direkten Kontakt zu seinen Hörern. Auch die Fernsehsendung "Tierparkteletreff" verhalf dem Tierpark zu großer Bekanntheit und traf auf starkes Publikumsinteresse.

Heinrich Dathe war Forscher und trug seit 1957 den Professorentitel. Sein Wissen und seine Leidenschaft wollte er an die nachkommende Generation weiter vermitteln. Unter seiner Leitung gründete sich ein Jugendclub, der diverse Arbeitsgemeinschaften hervorbrachte. Darüber hinaus entstand eine pädagogische Abteilung, die dem Tierpark bis heute erhalten blieb.

Sein Ansehen ging weit über die Landesgrenzen hinaus. Als Chef des Weltverbandes der Zoologen unternahm er zahlreiche internationale Reisen. Seine wissenschaftlichen Arbeiten waren unter Kollegen bekannt und geschätzt.

 
 
Zwischen 1958 und 1990 war Heinrich Dathe zusätzlich zu seiner Direktorentätigkeit als Leiter der "Forschungsstelle für Wirbeltierforschung (im Tierpark Berlin)" der Akademie der Wissenschaften der DDR aktiv. Als Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften publizierte er zudem nahezu 1.000 wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel. 

Im Dezember 1990 wurde Tierparkdirektor Dathe aufgefordert, binnen dreier Tage seinen Schreibtisch zu räumen und drei Wochen später aus seiner Dienstwohnung auszuziehen. Kurz darauf starb er.

Was war beim X. Festival los ?

 

“Mensch, erzählt mal, was war da wirklich los beim X. Festival? Was habt ihr erlebt? Wen habt ihr getroffen? Wie war das eigentlich so rund um den Alex...?“ Solche oder ähnliche Fragen
wird wohl jeder der 800 Festivalteilnehmer aus der BRD am Arbeitsplatz, im Freizeitheim oder in der Jugendgruppe hören. Von denen, die zu Hause bleiben mußten, und die von der
bürgerlichen Presse weder mit der Wahrheit noch mit umfassenden Informationen über das Festival verwöhnt worden waren. weiterlesen hier

Wer bekam einen Haushaltstag ?

Im offiziellen Sprachgebrauch "Hausarbeitstag" genannt, war dieser freie Arbeitstag ein Ergebnis der sozialpolitischen Maßnahmen des VI. Parteitages der SED. Er wurde 1961eingeführt und zunächst alleinstehenden und vollbeschäftigen Müttern gewährt. Im Ergebnis des XI. Parteitages der SED wurden diese Regelungen erweitert. Fortan bekamen auch alleinstehende und vollbeschäftigte Frauen ohne kinder einen Hausarbeitstag. Nach dem X. Parteitag der SED 1981 kamen alle berufstätigen Mütter, Ehefrauen und alleinstehende Frauen über 40 Jahre in der DDR in den Genuß eines monatlich bezahlten Hausarbeitstages. 

 

Gab es in Kuba eine Revolution ?

 Am 26. Juli 1953 begann in Kuba die Revolution. Der Versuch von wenigen Entschlossenen unter der Führung Fidel Castros wurde vom Batista-Regime blutig niedergeschlagen. Doch als Bewegung des 26. Juli (M-26-7) wurde der Kampf weitergeführt, bis zum Sieg.

 

Wie lebten die Sorben in der DDR ? 

Nachdem Im März 1937 die deutschen Faschisten unter Hitler der Domowina jede weitere Tätigkeit untersagt hatten und ihr Vermögen konfisziniert hatten, konnte nach der Befreiung die Domowina am 10. Mai 1945 ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Die örtlichen Besatzungsbehörden erkannten sie als "politische, antifaschistische und kulturelle Vertretung des gesamten Wendentums" an. Ein Jahr später gelang es ihr, sich erstmals auch in der Niederlausitz zu organisieren. 1949 verlieh der Sächsische Landtag der Interessenvertretung der Sorben den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Auch die brandenburgische Landesregierung genehmigte - maßgeblich beeinflusst durch das im März 1948 vom Sächsischen Landtag beschlossene "Gesetz zur Wahrung der Rechte der sorbischen Bevölkerung" - ihre Tätigkeit.

Im Zuge der institutionellen Förderung von sorbischer Sprache und Kultur in der DDR vermochte es die Domowina, beträchtlichen Teilen des sorbischen Volkes seine nationale Identität bewusst zu machen und es für deren Bewahrung zu mobilisieren. Als anerkannte Massenorganisation trat sie für den sozialistischen Aufbau ein. 

Die Sorben erfuhren in der DDR großzügige finanzielle und kulturelle Förderung. Eine Delegation der Sorben besucht den Präsident der DDR Wilhelm Pieck (1950)Die Sorben erfuhren in der DDR großzügige finanzielle und kulturelle Förderung. Eine Delegation der Sorben besucht den Präsident der DDR Wilhelm Pieck (1950)

 Was geschah mit der Pionierrepublik "Wilhelm Pieck" ? 

 

Am Werbellinsee in der Schorfheide entstand im jahre 1952 die Pionierrepublik "Wilhelm Pieck". Die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" versammelte hier alle Kinder, von der ersten bis zur achten Klasse. Sie war nicht nur in den Städten und Gemeinden aktiv, sondern führte auch zentrale Veranstaltungen und Kampagnen durch. Auf diese Weise konnten die Pioniere das Leben in unseren sozialistischen Vaterland bereits selbst miterleben.

Schon zum ersten Deutschlandtreffen der Jugend wurde die kleine Welt der Pioniere in der Berliner Wuhlheide eingerichtet, Als Pionierpark bestand sie mit dem bekannten Pionierpalast weiter fort. Bereits 1949 beschloss der Ministerrat der DDR den Bau einer Pionierrepublik, die den Rahmen der Wuhlheide weit übersteigen sollte. Mit rund 18 Millionen Mark aus staatlichen Mitteln wurde die Pionierrepublik "Wilhelm Pieck" am Werbellinsee innerhalb eines Jahres, zwischen 1951 und 1952, aufgebaut.

Neben modernen Unterkünften, Sport- und Freizeitanlagen wurde auch großer Wert auf ausreichend Fachpersonal wie Pionierleiter und Lehrer gelegt.

Im Sommer 1960 fand das erste "Internationale Sommerlager" mit Kindern aus 31 Ländern statt. Das Sommerlager 1989 mit Kindern aus 50 Ländern sollte der letzte große Höhepunkt der Pionierrepublik sein.

 

Die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" war nicht nur im Schulsystem und in der Kinderbetreuung der DDR fest verankert. Mit zentralen Einrichtungen von Thüringen bis Mecklenburg konnten Kinder durch die ganze Republik auf die Reise geschickt werden. Durch ein System aus Belobigungen und Auszeichnungen wurde so schon früh an die Leistungsbereitschaft appelliert. Galt es bereits als eine Auszeichnung den Pionierpalast besuchen zu dürfen oder an einem der 48 Zentralen Pionierlager in den Ferien teilzunehmen, war es das Größte für einen Thälmann-Pionier, für sechs Wochen in die Pionierrepublik delegiert zu werden.

In dieser Funktion waren ständig rund 1.000 Pioniere am Werbellinsee zu Gast. Auch außerhalb der Ferienzeiten konnte von jeder Schule nur ein Delegierter durch den so genannten Freundschafstrat entsendet werden. Lag der Aufenthalt in der Schulzeit, so wurden die Teilnehmer an der Lagereigenen Schule unterrichtet. Die restliche Zeit wurde mit Pioniernachmittagen oder in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften verbracht. Teilnehmer kamen aus der ganzen Republik und der Besuch durch die Eltern erfolgte in der Regel erst nach drei Wochen. Nach dem sechswöchigen Aufenthalt kehrten die Kinder erholt und doch voller Tatendrang in ihre Heimatorte zurück.

Im Jahr 1990 wurde die Pionierrepublik an das Ministerium für Jugend und Sport übergeben. Später wurde das Grundstück an das Land Brandenburg übergeben. Nach einer wechselvollen "Nachwendegeschichte", besteht es nun als Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte Werbellinsee fort.

Gab es eine volkseigene Polizei ? 

Es gab eine Deutsche Volkspolizei (DVP). Diese wurde allerdings meist nur Volkspolizei (VP) genannt. Sie war die Polizei der DDR und wurde vom Minister des Innern (MdI), dessen Amtsbezeichnung nach 1963 gleichzeitig auch "Chef der Deutschen Volkspolizei" lautete, zentral geleitet. Die weitere Untergliederung waren die Bezirksbehörden der DVP (BDVP) in allen Bezirksstädten und die VP-Kreisämter (VPKA) in den Kreisstädten. Ihre Aufgaben und Befugnisse waren per Gesetz vom 11. Juni 1968 festgelegt.

Zunächst wurde die Volkspolizei im Juni 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone als Polizei der Länder gegründet. Nach deren Abschaffung wurde die Organisation vereinheitlicht.


Ab 1952 wurde der Abschnittsbevollmächtigte (ABV) in den Städten und Gemeinden nach sowjetischem Vorbild eingeführt. Interessierte Bürger konnten als "Helfer der Volkspolizei" ehrenamtlich mitarbeiten.



Die Deutsche Volkspolizei in unserem sozialistischen Vaterland sollte sich von der Polizei kapitalistischer Staaten gänzlich unterscheiden. Während die Polizei kapitalistischer Systeme die Aufrechterhaltung der  Klassenherrschaft, zur Erstickung demokratischer Forderungen des Volkes und zur gewaltsamen Unterdrückung der Werktätigen” verfolgte, diente die DVP als Organ der Arbeiter- und Bauern-Macht dem Schutz der Errungenschaften der Werktätigen.

Sie hatte die Aufgabe, den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft zu schützen, das friedliche Leben und die Rechte der Bürger zu sichern.

 

Seit 1962 verfügte die Volkspolizei über eine eigene Hochschule, die bis 1989 rund 3500 Offiziere ausbildete. Die Volkspolizei verfügte zuletzt über rund 80.000 hauptamtliche Polizisten und 177.500 "Freiwillige Helfer".

 

Minister des Innern und somit Chefs der Deutschen Volkspolizei waren Dr. Karl Steinhoff (Minister), Dr. Kurt Fischer (Chef DVP), Karl Maron sowie sein Nachfolger Armeegeneral Friedrich Dickel (1963-1989). 

Am 3. Oktober 1990, ging die Polizeihoheit an die neu gebildeten Bundesländer über, ca. 40 Prozent der Deutschen - Volkspolizei - Angestellte mussten aus dem Dienst scheiden.

Die Volkspolizei gliederte sich in die Dienstzweige Schutzpolizei, Verkehrspolizei, Wasserschutzpolizei, Kriminalpolizei und Transportpolizei, wobei letztere für die Sicherung der Bahnhöfe und Anlagen der Deutschen Reichsbahn zuständig war. Außerdem unterstand das gesamte Meldewesen als Abteilung Pass- und Meldewesen der Volkspolizei. Um ihre militärische Gliederung als „bewaffnetes Organ" zu unterstreichen, trugen die Offiziere der Volkspolizei militärische Dienstgradbezeichnungen, z. B. "Hauptmann der Volkspolizei".



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