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Unser KALENDERBLATT für den Monat  April

                                           

 

April, April ?

Auch in der DDR wurde Humor groß geschrieben. So wurden alljährlich am 1. April unsere Mitmenschen in den April geschickt. Alfons Zitterbacke hatte da ganz besondere Erlebnisse. Hören wir einmal rein...  

"Junge Welt" was ist das?

 

Die Junge Welt ist eine sozialistische Tageszeitung. Sie wurde am 12. Februar 1947 im Sowjetischen Sektor von Berlin gegründet. Zunächst erschien die Zeitung wöchentlich. Ab 1. Januar 1950 erschien sie dann wöchentlich und ab März 1952 sechsmal in der Woche im neu gegründeten verlag Junge Welt. Ab dem 12. November 1947 führte sie den Untertitel Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend, ab dem 1. März 1952 den Untertitel Organ des Zentralrats der FDJ.

Im Jahre 1977 überschritt die Auflage die Millionengrenze und lag Anfang 1990 bei 1,6 Mio. Exemplaren. Damit war sie zuletzt die auflagenstärkste Tageszeitung der DDR, noch vor dem SED-Zentralorgan Neues Deutschland. Die junge Welt war in der DDR im Abonnement und am Kiosk ohne Engpässe zu erhalten, im Gegensatz zu vielen anderen Zeitungen und Zeitschriften.

....und so ging es auch nach dem Ende der DDR mit einigen Hindernissen weiter mit der Jungen Welt. (Bitte anklicken!)

 

Unendliche Weiten ...

Am 12. April 1961 schreibt der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin Geschichte. Er ist der erste Mensch, der die Anziehungskraft der Erde hinter sich lässt und den Weltraum erreicht. Mit seiner Kapsel Wostok-1 umkreist er zum ersten Mal den gesamten Planeten und läutet damit den Beginn der bemannten Raumfahrt ein.

Doch Gagarins Flug bedeutet nicht nur den Anfang einer neuen Ära, er ist auch Höhepunkt und Meilenstein eines erbitterten, jahrzehntelangen Wettstreits zwischen zwei Nationen und zwischen zwei Männern: dem deutschen Raketenpionier und ehemaligen Offizier der faschistischen Wehrmacht Wernher von Braun auf Seiten der USA und seinem Gegenspieler Sergej Koroljow auf Seiten der Sowjetunion. Beide sind geniale Ingenieure und Organisatoren, beide haben seit ihrer Jugend nur einen Traum: den Weltraum.

 

Wie war das Gesundheitswesen ?  

Das Gesundheitswesen in der DDR hatte die Aufgabe, den Gesundheitsschutz aller Bürgerinnen und Bürger im land zu garantieren. Physisches und psychisches Wohlbefinden in der Wechselbeziehung mit sozialer Geborgenheit, das verstehen wir unter Gesundheit! Dazu gehören Lebensfreude genauso wie der Erhalt der Leistungsfähigkeit. Das Recht auf Gesundheit war in der Verfassung der DDR fest geschrieben. Nach dieser Verfassung waren die Erhaltung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit, der Mutterschutz, der Jugendgesundheitsschutz und die Vorsorge gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter und invalität eine staatliche Pflichtaufgabe.

Medizinische Behandlung und Ausführung der ärztlichen Verordnungen waren in der DDR kostenfrei. Die Heimfürsorge gehörte zur Sozialfürsorge, die sich sehr deutlich von der Armenunterstützung und vom Wohlfahrtswesen in kapitalistischen Staaten unterscheidet. Für behinderte Jugendliche gab es nach dem 18. lebensjahr die Mindestrente, so daß sie ihre wirtschaftliche Selbständigkeit erreichten. Diese Errungenschaften konnten nicht nur schrittweise eingeführt werden, da alle Gelder aus dem Nationaleinkommen bereit gestellt werden mußten.

Medikamente waren grundsätzlich kostenlos, auch Medikamente der C-Nomenkltur. Diese mußten für valuta von den Pharmakonzernen im kapitalistischen Ausland gekauft werden. Jedes Medikament wurde staatlich geprüft. Conterganskandale waren somit ausgeschlossen.       

 

Wer war der "Teufel vom Mühlenberg" ?

Eine alte Sage aus dem Harz berichtet über einen brutalen und gierigen Mühlmann der zusammen mit dem Burgvogt und dem Dorfschulzen eine Waldmühle in Brand setzt. Die bauern, welche ihr Korn bis dahin immer zu dieser Mühle gebracht hatten, sollten fortan nur noch in seiner Mühle mahlen. Der Mühlmann aber diktiert die Bedingungen. Doch Anna, ein Mädchen welches auf seinen Mühlhof arbeitet, kommt ihm auf die Spur. Gemeinsam mit dem mutigen Jörg fasst sie den Plan, heimlich die abgebrannte Mühle wieder aufzubauen. Unterstützt von den Köhlern, den guten Geistern des Waldes, und den Bauern des Dorfes gelingt das Vorhaben. Die nächste Ernte wird wieder in der alten Mühle gemahlen, und der finstere Müller geht leer aus. Als er in rasender Wut Rache üben will, greifen die Köhler ein und verwandeln ihn zur Strafe in ein steinernes Standbild. 

 

Dieser DEFA-Film entstand unter der Regie von Herbert Ballmann im jahre 1954 

 

Wer war gegen den Friedensvertrag ?

Am 14. April 1951 bildete sich in Essen ein Hauptausschuß für die Durchführung einer Volksbefragung gegen die Remilitarisierung und für den Abschluß eines Friedensvertrages, zu dessen Repräsentanten der CDU-Mitgründer Wilhelm Elfes gehörte. Zehn Tage später ließ Adenauer dem Ausschuß verbieten, sich zu betätigen. Trotzdem erbrachte die Befragung laut Angaben des Hauptausschusses mehr als neun Millionen Stimmen gegen Remilitarisierung und für Verhandlungen über einen Friedensvertrag.

Bereits im September 1950 hatte die Bundesregierung die Mitgliedschaft in der KPD, in der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes, der Freien Deutschen Jugend, im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands und anderen Vereinigungen mit der Tätigkeit im Staatsdienst für unvereinbar erklärt; nachfolgend hatte die DGB-Führung ihren hauptamtlichen Funktionären einen antikommunistischen »Revers« abverlangt. Auf Antrag des von der KPD zur SPD konvertierten Abgeordneten Herbert Wehner als Vorsitzenden des Gesamtdeutschen Ausschusses des Bundestags zwecks »Unterbindung der Unterschriftensammlung für eine Volksbefragung bezüglich der Remilitarisierung« peitschte Justizminister Thomas Dehler (FDP) das Erste Strafrechtsänderungsgesetz (»Blitzgesetz«) durch den Bundestag, das die Hoch- und Landesverratsartikel der Weimarer Verfassung novellierte. Auch jede Beziehung zur DDR wurde unter den Verdacht zumindest des Landesverrats gestellt. Im November 1951 beantragte schließlich die Bundesregierung das Verbot der KPD.

 

Die definitive Wende in der Strategie der Westmächte erfolgte auf der Washingtoner Außenministerkonferenz im September 1951, auf der beschlossen wurde, das Besatzungsstatut durch einen sogenannten Deutschlandvertrag zu ersetzen, der zusammen mit einem Vertrag über die westdeutsche Beteilung an der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft in Kraft treten sollte. Einer Wiedervereinigung Deutschlands sollte nur bei dessen Eingliederung in das westliche Bündnissystem zugestimmt werden.

 

Der Hauptausschuß „Gegen Remilitarisierung - für Friedensvertrag" veröffentlicht einen Bericht über die Ergebnisse der trotz Verbots durch die Adenauer-Regierung in ganz Deutschland durchgeführten Volksbefragung. Diese Volksbefragung ergab: In Westdeutschland, im Saargebiet und in Westberlin stimmten 9 119 667 Männer, Frauen und Jugendliche, in der DDR stimmten vom 3.-5. Juni 1951 95,84% aller Wahlberechtigten und 98,1% aller Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren für Friedensvertrag und gegen Remilitarisierung.

 

 

 

Adenauer: "Friedensvertrag!? Aber ich kann den Frieden doch nicht vertragen!" Adenauer: "Friedensvertrag!? Aber ich kann den Frieden doch nicht vertragen!"

 

Egon Bahr (SPD) hatte recht gehabt als er seinen Land, der BRD die Frage gestellt hat: "Wenn die Wiedervereinigung wirklich unser wichtigstes, gar vordringlichstes Ziel war, wäre das nicht wenigstens einen Versuch wert gewesen, herauszufinden, ob sie zu unseren Bedingungen zu haben ist?" 

Wie kam es zur "Einheitspartei" ?

Nur über die AKTIONSEINHEIT kann sich die einheitliche revolutionäre Partei der Arbeiterklasse herausbilden.

Am 19. Juni 1945 vereinbaren Vertreter des Zentralkomitees der KPD und des Zentralausschusses der SPD die Bildung eines zentralen Arbeitsausschusses. Erstmals in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung haben die Führungen von KPD und SPD ein Aktionsabkommen geschlossen, mit dem ein bedeutender Schritt auf dem Wege zur Einheit der Arbeiterklasse getan ist.

 

 

Delegierte vor dem TagungsgebäudeDelegierte vor dem Tagungsgebäude

 

Aus dem Protokoll des Vereinigungsparteitages: 

 

Der imposante, repräsentative Saal des "Admiralpalastes" (Staatsoper) war ebenso festlich wie würdig geschmückt. Vor dem "Admiralpalast", auf der Friedrichstraße, wogte eine nach Tausenden zählende Menschenmenge. Mehr als tausend Delegierte und Ehrengäste, dazu eine noch größere Zahl von Gästen und Zuhörern, füllten den mächtigen Raum bis auf den letzten Platz. Lebhaft und herzlich war durchweg die persönliche Begrüßung alter Kampfgenossen aus den bisher getrennten Parteilagern nach jahrzehntelanger Spaltung. Nachdem die Fidelio-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, gespielt vom Orchester der Staatsoper, verklungen war, betraten die beiden Parteivorsitzenden, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl, von verschiedenen Seiten kommend, die Bühne, trafen in der Mitte zusammen und reichten sich unter minutenlangem stürmischen Beifall, der Delegierten und Gäste, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten, die Hände. Einem Schwur gleich brauste ein dreifaches Hoch auf die deutsche Arbeiterklasse durch den Saal.  

Wilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD) reichen sich die HandWilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD) reichen sich die Hand

 

"Nackt unter Wölfen" ?

Dieser Film entstand nach dem gleichnamigen Roman des KZ-Überlebenden Bruno Apitz: In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges kommt ein neuer Gefangener in das Konzentrationslager Buchenwald. Er hat ein kleines Kind dabei, welches er in einem Koffer heimlich hergebracht hat. Die beiden Häftlinge André Höfel  (Armin Mueller-Stahl) und Marian Kropinski (Krystyn Wojcik) verstecken das Kind vor den Lageraufsehern. Der kleine Junge gefährdet jedoch nicht nur ihr Leben, sondern auch die Tätigkeiten des illegalen Internationalen Lagerkomitees (ILK). Der Häftling Krämer (Erwin Geschonnek) ist der Vorsitzende des ILK und muss die schwierige Entscheidung fällen, was mit dem Kind passiert...

 

In der DDR gehörte der Roman von Bruno Apitz im Sinne der Antikriegs- und Antifaschistischen Erziehung zur Pflichtlektüre in der Polytechnischen Oberschule (POS).

 

 

DEFA-Antikriegsfilm, 1963 

Regie: Frank Beyer
Drehbuch: Bruno Apitz, Frank Beyer
Darsteller:
 
  Erwin Geschonneck, Armin Mueler-Stahl, Krystyn Wojcik, Fred Demare, Wiktor Awdjuschko, Herbert Köfer, Bruno Apitz....

 

Wie lautete der Aufruf über einen Volksentscheid eine neue Verfassung zu wählen?

 

Der Aufruf hatte folgenden Inhalt: 

 

Die Volkskammer ruft zum Volksentscheid

Gebt Euer Ja der neuen Verfassung!

[vom 26.03.1968]


Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wir alle haben den Entwurf der neuen Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik ausgiebig studiert und sorgfältig geprüft. In Zehntausenden Versammlungen und Aussprachen der Bürger, an denen viele Millionen Frauen, Männer und Jugendliche teilnahmen, wurden Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht, Fragen geklärt, Verbesserungsvorschläge erörtert und für die künftige Arbeit der Betriebe und Institutionen gute Initiativen ergriffen.

Unser Volk hat in der großen Aussprache bewiesen, daß es einig in seinen werktätigen Klassen und Schichten und von dem Willen erfüllt ist, den Weg des Friedens, der sozialen Sicherheit und Gerechtigkeit, der Demokratie, des Sozialismus und der Völkerfreundschaft in freier Entscheidung unbeirrt weiterzugehen. Einmütig haben die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeiter, Bauern und Soldaten, die Angehörigen der Intelligenz, Wissenschaftler und Künstler, die Angehörigen der anderen werktätigen Schichten unseres Volkes der konsequenten Friedenspolitik unseres sozialistischen Staates deutscher Nation zugestimmt. Im Verfassungsentwurf sind die Grundsätze des entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus festgelegt.

Die von der Volkskammer gewählte, vom Vorsitzenden des Staatsrates Walter Ulbricht geleitete Verfassungskommission hat die Ergebnisse der schöpferischen Volksaussprache und dazu die vielen guten Gedanken, Meinungen und Vorschläge zum Verfassungsentwurf gründlich geprüft. Viele davon konnten im Entwurf berücksichtigt werden.

Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik, alle ihre Fraktionen und Angeordneten, haben den Entwurf in seiner Fassung einmütig gebilligt.

In Ansehung der nationalen und internationalen Bedeutung der neuen Verfassung des ersten sozialistischen Staates deutscher Nation sowie

in Ansehung der Tatsache, daß diese sozialistische Verfassung das Leben unseres Volkes und das Leben jedes einzelnen Bürgers für Jahrzehnte maßgeblich bestimmen wird,

legt die Volkskammer den Verfassungsentwurf in einem Volksentscheid den Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik zur Beschlußfassung vor. Nachdem das Volk den Entwurf geprüft und seine Meinung gesagt hat, soll jetzt das Volk die Entscheidung treffen.

Wir rufen alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik auf, am 6. April 1968 am Volksentscheid teilzunehmen. Es geht um unser aller Zukunft, über die wir alle frei entscheiden wollen.

Das gute Vermächtnis der besten Deutschen ist in dieses grundlegende Gesetz unseres künftigen Lebens und Handel eingeflossen. Es ist den Erfahrungen, Leistungen und Zukunftsvorstellungen eines jeden von uns mitgeprägt.

Die neue Verfassung ermöglicht den guten Weg zur vollen Blüte unserer sozialistischen Gemeinschaft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten und zum Glücke des Volkes.



Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik!

Gebt alle Euer Ja der neuen Verfassung des sozialistischen Staates deutscher Nation!

Gebt verantwortungsbewußt und freudig Euer Ja der friedlichen und guten Zukunft unseres Volkes und Staates!

 

Stimmt am Sonnabend, dem 6. April 1968 mit

 
 


Ja  

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Berlin, den 26. März 1968

Die Volkskammer der
Deutschen Demokratischen Republik

Thälmann ist niemals gefallen!

Am 16. April 1886 wurde Ernst Thälmann geboren. Er war Vorsitzender der KPD von 1925 bis 1933 und Kämpfer für die Einheitsfront gegen faschismus und krieg. Im Jahre 1944 wurde er im Konzentrationslager Buchenwald von den Faschisten ermordet. In unseren Herzen jedoch lebt er weiter.   Thälmann ist niemals gefallen! Am 16. April 1886 wurde Ernst Thälmann geboren. Er war Vorsitzender der KPD von 1925 bis 1933 und Kämpfer für die Einheitsfront gegen faschismus und krieg. Im Jahre 1944 wurde er im Konzentrationslager Buchenwald von den Faschisten ermordet. In unseren Herzen jedoch lebt er weiter.

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